Was sind Zecken und Flöhe?
Zecken und Flöhe sind Parasiten, die Blut von Menschen und Tieren saugen und dadurch verschiedene Krankheiten übertragen können. Sie sind vor allem in den wärmeren Monaten aktiv, können aber auch in Innenräumen ein anhaltendes Problem darstellen. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung dieser Parasiten ist entscheidend, um ernsthafte Gesundheitsprobleme bei Haustieren und Menschen zu verhindern.
Merkmale von Zecken und Flöhen:
Aussehen:
- Zecken sind kleine Spinnentiere, meist braun oder schwarz, und ihre Größe variiert je nach Blutaufnahmegrad von einem Stecknadelkopf bis zu einer Erbse.
- Flöhe sind kleine, braun-schwarze Insekten von 1 bis 3 mm Größe mit einem flachen Körper, der es ihnen ermöglicht, sich schnell durch das Fell von Tieren zu bewegen.
Lebensstil:
- Zecken sitzen oft im hohen Gras oder in Büschen und warten darauf, dass ein geeigneter Wirt vorbeikommt.
- Flöhe leben im Fell von Tieren, legen ihre Eier aber in der Umgebung ab, zum Beispiel in Teppichen, Bettwäsche und Körben.
NahrungsquelleBeide Parasiten ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Dies kann zu Juckreiz, Reizungen und in einigen Fällen zu Infektionen oder zur Übertragung von Krankheiten wie Borreliose (übertragen durch Zecken) und Bandwürmern (übertragen durch Flöhe) führen.
Was lockt Zecken und Flöhe an?
Zecken werden von Körperwärme, Kohlendioxid (Ausatemluft) und Gerüchen von Menschen und Tieren angelockt. Sie lauern geduldig auf Grashalmen oder Blättern, bis ein geeigneter Wirt vorbeikommt, und nutzen dann die Gelegenheit. Flöhe werden von Wärme, Vibrationen und der Bewegung von Schatten angezogen. Sie suchen sich warme Plätze wie Teppiche, Betten und Tierkörbe. Orte, an denen Tiere oft liegen, wie Körbe oder Sofas, bieten Flöhen besonders gute Nist- und Brutbedingungen.
Wann sind Zecken und Flöhe aktiv?
Zecken sind vor allem in den wärmeren Monaten, vom Frühling bis zum Spätherbst, aktiv. Bei Temperaturen über 7 °C können sie jedoch ganzjährig aktiv bleiben. In milden Wintern oder beheizten Städten kann man daher auch im Winter von einer Zecke gebissen werden. Flöhe gedeihen in warmen Umgebungen und können daher ganzjährig in Innenräumen überleben, insbesondere in beheizten Wohnungen. Selbst im Winter können Flöhe in Innenräumen aktiv bleiben, vor allem wenn Haustiere vorhanden sind.
Woran erkenne ich, ob Zecken und Flöhe die Ursache sind?
Zecken erkennt man an kleinen schwarzen oder braunen Erhebungen auf der Haut, die oft von einem roten Fleck umgeben sind. Manchmal bildet sich mit der Zeit ein roter Ring um die Bissstelle, der auf Borreliose hindeuten kann. Flohbisse sind kleine rote Erhebungen, die oft in Gruppen oder in einer Linie auftreten. Haustiere mit Flöhen kratzen sich viel, beißen sich selbst oder leiden unter Haarausfall. Man findet auch kleine schwarze Köttel (Flohkot) im Fell. Ein einfacher Trick, um Flohkot zu erkennen: Geben Sie ihn auf ein feuchtes Taschentuch. Verfärbt er sich rotbraun, handelt es sich wahrscheinlich um Flohkot, da dieser teilweise aus verdautem Blut besteht.