Plötzlich tauchen sie überall auf. Unter Blumentöpfen, zwischen feuchtem Laub, am Schuppenrand oder sogar im Haus an der Hintertür. Junge Pflanzen im Garten scheinen angefressen, Sämlinge verschwinden spurlos, und feuchte Ecken wimmeln nur so von Leben, sobald man etwas anhebt. Wahrscheinlich fühlen sich Kellerasseln dort pudelwohl. Aber was sind sie eigentlich, und warum kehren sie immer wieder zurück? Zeit, tiefer in das Leben dieser Feuchtigkeitsliebhaber einzutauchen.
Wie lange leben Kellerasseln?
Asseln sind keine Insekten, sondern kleine, an Land lebende Krebstiere, die Dunkelheit und vor allem Feuchtigkeit bevorzugen. Ihre Lebensdauer beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre , abhängig von der Art, der Temperatur und dem Angebot an Nahrung und Unterschlupf. Tagsüber verstecken sie sich an kühlen Orten wie unter Steinen, Holz, Töpfen und Laub. Abends und nachts kommen sie hervor, um sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial, Pilzen und anderen organischen Resten zu ernähren. Sie sind im Allgemeinen nützliche Aasfresser, aber bei großem Vorkommen oder hoher Luftfeuchtigkeit knabbern sie mitunter auch an zarten jungen Pflanzenteilen.
Warum verschwinden die Kellerasseln scheinbar nicht?
Kellerasseln haben einen raffinierten, gut versteckten Lebenszyklus und nutzen Ihre guten Verstecke optimal aus:
- Eier: In den wärmeren Monaten legt das Weibchen Eier, die sie nicht lose in den Boden ablegt, sondern sicher in einer Bruttasche an ihrer Körperunterseite trägt. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungen in der Regel nach 3 bis 6 Wochen .
- Junge Kellerasseln: Die kleinen Kellerasseln bleiben zunächst eine Weile in der Nähe ihrer Mutter und suchen dann dieselben feuchten Verstecke wie die ausgewachsenen Tiere auf. Sie sind klein, flink und verstecken sich genau dort, wo man sie tagsüber nicht sehen kann.
- Wachstum und Häutung: Asseln vermehren sich durch regelmäßige Häutung. Diese findet häufig in geschützten, feuchten Ecken statt. Wenn Ihr Garten über ausreichend Laub, Mulch, Holz oder Spalten verfügt, finden sie dort stets einen sicheren Platz zum Wachsen.
- Ausgewachsene Kellerasseln: Eine ausgewachsene Kellerassel kann bei günstigen Bedingungen mehrmals im Jahr Junge bekommen. Und da sie leicht vom Freien wieder ins Haus oder an einen neuen Ort gelangen, scheint es, als würde man sie nie wirklich loswerden.

Da Kellerasseln ein langes Leben führen, sich gut verstecken und in feuchten, unordentlichen Ecken besonders gut gedeihen, sind sie schwer zu bekämpfen . Sie sind nicht deshalb hartnäckige Schädlinge, weil sie unglaublich widerstandsfähig sind, sondern weil Ihr Garten oder Schuppen für sie schlichtweg ein Fünf-Sterne-Hotel ist.